Am 12.11.2025 fand im Institut für Sozialforschung die Veranstaltung „Psychoanalyse ostdeutscher Männer“ auf Grundlage der in und um Leipzig herum geführten Interviews statt. Ziel des Projekts war es, Studierenden einen Einblick in feministisch-psychoanalytische Interpretationsmethoden zu geben und einen Raum für die gemeinsame Auseinandersetzung mit Männlichkeit, Ostdeutschland, „ostdeutschen Männlichkeiten“ und ihren gesellschaftlichen Prägungen zu schaffen.
Die Veranstaltung begann mit einem einführenden Vortrag sowie einem Skillshare zu den Grundlagen feministischer Psychoanalyse und der Interpretation qualitativen Materials. Anschließend arbeiteten die Teilnehmenden gemeinsam an offenem empirischem Material, das in einer moderierten Interpretationssitzung diskutiert und aus psychoanalytischer Perspektive ausgewertet wurde. Dabei standen weniger eindeutige Ergebnisse als vielmehr der gemeinsame Interpretationsprozess und die Reflexion unterschiedlicher Lesarten im Mittelpunkt.
Die Teilnehmenden beteiligten sich aktiv an den Diskussionen und bewerteten insbesondere den offenen Charakter der Interpretationssitzung sowie die Verbindung von theoretischem Input und praktischer Anwendung positiv. Das Format bot die Möglichkeit, sich mit psychoanalytischen und feministischen Ansätzen auseinanderzusetzen und zugleich Einblicke in qualitative Forschungsprozesse zu gewinnen.
Aus unserer Sicht leistete die Veranstaltung einen Beitrag zu einem vielfältigen Campusleben, indem sie einen interdisziplinären Austausch zwischen Studierenden ermöglichte und Raum für die Diskussion gesellschaftlicher und wissenschaftlicher Fragestellungen eröffnete. Für zukünftige Veranstaltungen möchten wir den Kreis der Teilnehmenden noch erweitern und das Format weiter etablieren.
