Im Rahmen der Vorbereitung auf die Exkursion nach Portbou, dem Sterbeort des Philosophen Walter Benjamin, fand ein zweitägiger Workshop unter dem Thema „Mit Walter Benjamin arbeiten“ statt. Ziel des Workshops war es, sowohl einen historischen als auch einen inhaltlichen Zugang zu Benjamins Denken und Wirken zu erarbeiten.
Zu Beginn wurde die zeitgeschichtliche Einordnung behandelt. Dabei stand insbesondere die politische und gesellschaftliche Situation Europas in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts im Fokus, die Benjamins Leben und Werk maßgeblich geprägt hat. Seine Fluchtsituation im Kontext des Nationalsozialismus sowie die Umstände seines Todes in Portbou wurden ebenfalls thematisiert.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Auseinandersetzung mit zentralen Texten und Analysen Benjamins. Hierbei wurden ausgewählte Schriften gemeinsam gelesen und diskutiert, um ein grundlegendes Verständnis seiner philosophischen Ansätze zu entwickeln. Besonders hervorgehoben wurden seine Überlegungen zur Kulturkritik, zur Geschichtsphilosophie sowie zur Rolle von Kunst und Medien in der modernen Gesellschaft.
Neben der inhaltlichen Arbeit wurde auch Walter Benjamin als Person betrachtet. Seine Biografie, seine intellektuellen Netzwerke sowie seine Arbeitsweise wurden analysiert, um einen umfassenderen Zugang zu seinem Denken zu ermöglichen.
Der Workshop diente insgesamt dazu, eine fundierte Grundlage für die bevorstehende Exkursion zu schaffen. Die Teilnehmenden konnten sich sowohl historisch als auch theoretisch auf den Ort Portbou vorbereiten und erhielten wichtige Impulse für die weitere Auseinandersetzung mit Walter Benjamin vor Ort.
Abschließend lässt sich festhalten, dass der Workshop einen wichtigen Beitrag zum Verständnis von Benjamins Werk und seiner historischen Situation geleistet hat und eine sinnvolle Vorbereitung für die Exkursion darstellte.
